Warum denn SILENT CRIES FOR LOVE?

Warum denn SILENT CRIES FOR LOVE?

Es ist 2:37 am frühen Morgen. Wieder einmal bin ich seit zwei Stunden wach und man wundert sich wie lange das alles noch geht. Jahrzehnte lang versucht man stark zu sein, alles zu geben, für die Familie, für die Kinder – vor allem für die Kinder. Nur damit es allen gut geht und man als Mann und nicht als Versager dasteht oder als unbrauchbar eingeschätzt wird. Man tut alles und gibt alles ohne an sich selbst zu denken, man steckt traumatische Erlebnisse einfach weg und unterdrückt diese. Man wurde ja so erzogen dass Männer stark sein müssen und nicht mal weinen dürfen. Die Jahrzehnte gehen so voran und die traumatischen Erlebnisse häufen sich, reihen sich aneinander, werden immer mehr bis dann endlich der große Knall kommt. Der Kopf will dennoch weiterlämpfen, aber der Körper macht es nicht mehr mit, man beginnt sich selbst zu therapieren, innerlich, man gibt anderen gute Ratschläge die man selbst nicht mehr richtig umsetzen kann. Man geht zum Arzt, eigentlich wegen Wasser in den Beinen, nebenbei gibt man das psychologische Gutachten des Jobcenters gleich mit ab, damit die Akte des Vertrauensarztes immer komplett ist falls mal was größeres kommt (dem man sich in den kurzen Minuten gar nicht anvertrauen kann mit den traumatischen Dingen), man ist heute ja wegen dem Fuß da weil man Tabletten dafür braucht. Innerlich weis man das bald mal was grüßeres kommt. Man sitzt im Wartezimmer mit Corona Abstand und keiner sieht einem an wie es innendrin aussieht und wie der ganze Körper seit Jahren demonstriert, rebelliert und das Herz nach Liebe und Hilfe und Liebe schreit. Egal, man wird aufgerufen, man wird kurz angesehen und bekommt auf dem rausweg gleich das Rezept. Eigentlich hat man doch viel größere Sorgen als ein paar Tabletten. Zwei der Sprechstundenhilfen sind ja echt liebe und süße Geschöpfe. man wundert sich im rausgehen ob es helfen würde statt einsam zu sein mit einer von beiden ein Beziehung zu beginnem, Dann zeiht man sich schnell zurück und verwirft den Gedanken bevor es jemand sehen könnte. Hoffentlich hat niemand gesehen was man denkt. Die müssen einen doch für verrückt halten. Wie gut daß das keiner abgelesen hat vom Gehirn. Auf dem Heimweg ärgert man sich bereits, daß man dem Arzt wieder nichts gesagt hat von dem was einen wirklich plagt innerlich. Man hat Angst wieder verspottet oder ausgelacht zu werden. Aber was wissen die Lacher denn alle schon. Sie können ja nicht mal genug einfühlsam sein um zuzuhören was einen bewegt, woher soll man da denn Verständnis erwarten? Man sitzt zu Hause,. verbringt den Tag mehr schlecht als Recht, hin und wieder ist man vom vielen denken wieder mal ausgebrannt und legt sich eine Weile hin. Man schläft zwei Stunden bis der nächste Albtraum der Vergangenheit einen wieder schweißgebadet zum Leben erweckt. Man müht sich zur Toilette, man trottet in die Küche und macht was zu trinken, während der Kaffee läuft versucht man klare Gedanken zu fassen und den Alptraum endlich abzuschütteln, schließlich war der Traum schon 16 Jahre her und es ist lange vorrüber und man redet sich selbst kein Grund zur Panik ein. Man sitzt im Wohnzimmer bis man anch einigen Stunden dann wieder mal ne zwei stündige Schlafpause hält die einen um Mitternacht wieder mit einem anderen Alptraum aus der Kindheit wieder hochjagt. Man geht mit den Jahren immer professioneller damit um, In Afrika gab es niemand an den man sich wenden konnte, Es gibt keine diakonischen Stellen oder Traumatherapien. Man googelt sich Therapie Anleitungen und versucht die nacheinander aus bis einem zwei oder drei helfen mit dem ganzen Kram unzugehen. Mit den Jahren weis man schon was funktioniert und was nicht. Man starrt gleichzeitig auf Kaffeetasse und die kleinen blauen beruhigenden LED Lichter in der Glasvitrine. Die Gedanken schweifen wieder zurück zur Realität. So viele Menschen sagen online daß Sie einsam sind, gibts da keine Frau als Lebensgefährten mit der man sich gegenseitig austauschen und auch gleichzeitig lieben kann? Wie kommt man an solche Menschen heran? Eigentlich wäre doch wichtig im Leben zumindest eine einzige gute Beziehung am Ende vorweisen zu können, und dann kommt gleich die pansiche Stressattacke die eine überrollt. Damit ich dann wieder so eine beschissen Beziehung finde von der ich die meisten Traumas bekommen habe – NEIN DANKE! und man zieht sich besser schnell ins Schneckenhaus zurück und igelt sich sichereheitshalber gleich mit ein.

Wo sind die Gleichgesinnten? Wo sind die Menschen die denken Sie können wirklich lieben? Was Ihr nur alle jammert denkt man dann so wegen bischen Corona? Einsam und abgeschirmt war ich schon fünf Jahre lang – auch ohne Corona zuhause bleiben Aktionen. Man versteckt sich weil man innerlich krank ist und man ja eigentlich einen lieben Menschen am dringendsten bräuchte. Aber man ist ja schon Jahrelang gewohnt alleine zu sein . was die nur alle Jammern wegen dem bischen Corona. jetzt fühlen die anderen mal ein paar Tage wie ich seit Jahren lebe. Scheiss leben – ich weis – aber man ist ja noch nicht ganz tot.

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